Tiergestützte Pädagogik

Pädagogischer Begleithund

„Bonny von den Meller Bergen“ ist die Golden Retriever Hündin von Bernadette Schulte, die sie in der Regel täglich mit in die Einrichtung bringt. Bernadette hat mit Bonny die Ausbildung zum tiergestützten Begleithund absolviert.

 

Bonny

 

In der tiergestützten Pädagogik geht es in erster Linie darum, den Kindern die Angst zu nehmen und Vertrauen zum Hund aufzubauen. Die Arbeit mit dem Hund gibt den Kindern viel Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Bonny hat keine Erwartungshaltung an die Kinder. Sie nimmt die Kinder so an, wie sie sind. Bonny erhöht die Ausdauer sowie die Motivation, auch ungeliebte Aufgaben zu erledigen.

 

Hierzu nachfolgend ein Erlebnisbericht im Rahmen des TheoPrax-Projektes der BBS Papenburg:

Am Dienstag, den 14.03.2017, durften wir, die erste Gruppe unseres TheoPrax-Teams, bestehend aus Christina, Kristina und Steffen an verschiedenen Teilbereichen der tiergestützten Pädagogik teilnehmen.
Als wir gegen ca. 09:30 Uhr im Gruppenraum eintrafen, durften wir Bonny direkt kennenlernen. Sie trat uns sehr aufmerksam, freundlich, intelligent und vertrauenswürdig gegenüber, was unserer Meinung nach ideale Charakterzüge einer Hündin sind, welche eng mit Kindern zusammenarbeitet. Daraufhin wurden dann einzelne kleine Spiele zwischen Bonny und einem Kind gespielt, wobei Bernadette, die Besitzerin, immer aufpasste und anwesend war, damit nichts geschieht. Das erste Spiel lautete „Fußball“, wobei Bonny dem Befehl „Platz“ gehorchen und ihre Vorderpfoten gerade liegen lassen sollte.

Bonny2

Danach durfte jeweils ein Kind einen "Ball" zwischen die Pfoten von Bonny rollen (das sogenannte „Tor“). Wenn das „Tor“ getroffen wurde durfte Bonny das Leckerli fressen. Falls dies nicht der Fall war und das Leckerli an den Pfoten Bonny‘s vorbeirollte, durfte sie dieses nicht fressen. Die Kinder hatten sichtlich Spaß am Versuch, das Leckerli zwischen Bonny‘s Pfoten zu rollen und waren glücklich als sie dies daraufhin fressen konnte.

Nachdem die Kinder mindestens einmal geworfen hatten, mussten sie sich hinten anstellen und warten, bis sie wieder an der Reihe waren. Wir erkannten, dass dieses Spiel nicht nur die Gehorsamkeit des Hundes förderte, sondern gleichzeitig auch die Achtsamkeit und Konzentration des Kindes. Zudem erlernen die Kinder den Umgang mit anderen und das Warten, verbunden mit der Selbstkontrolle.

Das zweite Spiel, hieß „fein tragen“, welches darin bestand, dass ein Kind Leckerlies in eine Tasche füllte und Bonny diese nach dem von dem Kind gegebenen Befehl „fein tragen“ in ihr Maul nahm und daraufhin eng hinter dem Kind herlief. Uns fiel auf, dass die Kinder durch dieses Spiel eine Führungs- und Kontrollposition kennenlernen, welches im Verlauf ihres Lebens das Selbstbewusstsein stärken kann.

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Das letzte Spiel, welches ebenfalls wie die anderen Spiele zur Aufwärmung zwischen der Hündin und den Kindern diente, lautete „Das Holzspiel“.  Hierbei sollte eines der Kinder ein Leckerli unter einen der vier Holzzylinder legen, woraufhin die Hündin dies mithilfe ihres Geruchsinnes finden sollte. Danach musste sich jedes Kind nochmals anstellen, falls dieses das Spiel ein weiteres Mal spielen wollte. Wir konnten den Kindern große Freude ansehen und bemerkten, dass sie großes Interesse an Bonny hatten.

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Als wir dann alle Spielzeuge weggeräumt hatten, begann der Höhepunkt für die Kinder. Sie durften mit Bonny, spazieren gehen. Dafür zogen sie zunächst eifrig ihre Matschhose, Gummistiefel und Regenjacken an, da vorgesehen war, über die Äcker zu laufen.

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Wir liefen in einer Kleingruppe, bestehend aus den Kindern, die spazieren gehen wollten. Diese wurde vorne und hinten jeweils von ihren Erziehern, Frau Schulte oder Herrn Karhof, begleitet. Wir liefen eine große, spannende Runde, bei der den Kindern immer ein angemessener Freiraum gegeben wurde. Sie durften zum Beispiel durch Pfützen laufen, oder für Bonny an einem Waldstück Stöcker sammeln, um sie in die Ems zu werfen, welcher daraufhin von Bonny wiedergeholt wurde. Die Freude, die die Kinder an diesem kleinen Ausflug und der Natur hatten war eindeutig in ihrer Ausstrahlung und in ihren Gesichtern zu erkennen. Sie hüpften herum und hatten Spaß dabei Stöcker zu sammeln und ihre Umwelt näher kennenzulernen.

Spaziergang1

Spaziergang2

Spaziergang3

Zusammenfassend möchten wir anmerken, dass uns auffiel, dass die tiergestützte Pädagogik viele Vorteile und positive Einflüsse auf die Entwicklung der Kinder hat. Wir finden, dass es die Kinder auf verschiedene Situationen in ihrem zukünftigen Alltag vorbereitet und ihnen die Angst vor Hunden nimmt. Wir bedanken uns herzlich, dass wir auch an diesem tollen Projekt teilnehmen durften!

TheopraxteamDas TheoPrax-Team gemeinsam mit Schwester Regina Maria.