Kleiner Reiseführer durch die Kirchen und die Gebetsstätte in Heede

Die Kirche “St. Petrus in Ketten”

Die über 500 Jahre alte Pfarrkirche der Gemeinde Heede hatte nach einer Inschrift schon um 900 eine Kapelle als Vorgängerin. Die heutige Kirche hat ihren Namen von der Basilika “St. Petus in Vincoli” in Rom.

Der hl. Petrus lag um Christi willen sowohl in Jerusalem (Apg 12) als auch in Rom in Ketten, so wie es ihm von Jesus angekündigt war (Joh 21,18 f).

  

Fenster im Chorraum

Die Ehrfurcht vor dem hl. Blut des Erlösers deuten die Engel an, die es an den Wunden der Hände auffangen.

Christus am Kreuz stellt mit dem Bild Gott Vaters im Fensterbogen und den Fensterflächen in Gestalt einer Tauben ein Bild der Dreifaltigkeit dar.

Links neben dem Altar, an der ein Holzrelief der Muttergottes angebracht ist, wird an Maria als “Königin des Weltalls” erinnert.

  

Maria, “Königin des Weltalls” auf dem alten Friedhof

Auf dem alten Friedhof, etwa 20 Meter von der Petruskirche entfernt, wird von vier Kindern aus Heede berichtet, dass ihnen die Muttergottes mit dem Jesuskind erschienen sei. Diese Erscheinung wird von den Kindern zwischen dem 1. November 1937 und dem 3. November 1940 etwa hundertmal beschrieben. Auf ihre Frage: “Mutter als was willst du verehrt werden?” hören sie die Antwort: “Als Königin des Weltalls und als Königin der Armen Seelen”.

  

Gedenkstätte der "Königin der Armen Seelen"

Die vier Kinder berichteten weiter, dass sich ihnen die Muttergottes ohne das Jesuskind, mit zum Gebet gefalteten Händen gezeigt hat am Allerseelenstag 2.11.1937 und am Gründonnerstag 7.4.1938. Am 7.4.1938 sagte sie: "Kinder, betet noch viel!" und zum Abschied am 3.11.1940: "... betet oft und gern den Rosenkranz!"

Diese Gedenkstätte brannte in der Nacht vom 14. auf den 15. März 1999 nieder und wurde im selben Jahr wieder neu errichtet.

  

Der Esel im "Eselstall"

Geht man von dieser Gebetsstätte an der linken Seite hinunter zur “Antonius” - Kapelle und zum neuen Teil des Friedhofs, kommt man am sog. "Eselstall" zur Rechten vorbei.

Zur Zeit, als die heilige Familie auf Erden lebte, wurde der Esel wie ein Haustier gehalten. Der Esel hat seinen Platz im Alten wie auch im Neuen Testament, so z. B. bei Joh 12,15 steht: "Fürchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein König kommt. Er sitzt auf dem Fohlen einer Eselin!"

Im "Eselstall" ist für Kinder eine kleine Bank aufgestellt.

  

Die “Antonius”- Kapelle

Die Antonius-Statue stammt aus Südfrankreich. Sie stellt das vertraute Verhältnis dieses Heiligen zu Jesus dar. Nach seinen berühmten Predigten zog er sich schnell wieder in die Einsamkeit zurück, um beim Herrn zu verweilen. Die Lilie deutet auf die Reinheit seines Herzens hin. Das offene Buch verweist auf seine Einsicht in das Wort Gottes. Der heilige Antonius ist Helfer in allen Nöten.
In diesem Raum finden wir auch eine Pieta. Maria beweint mit dem Jünger Johannes den gekreuzigten Herrn.
Im Vorraum liegt ein Fürbittenbuch aus, in das jeder Dank und Bitte eintragen kann.
Vor der Antonius-Kapelle hängt ein großes Kreuz, das gerne getragen wird beim Kreuzwegbeten.

  

Der neue Friedhof

Das Missionskreuz hat die Familie von Galen der Gemeinde gestiftet. Die blühenden Blumen und die brennenden Kerzen auf den Gräbern sind Zeichen unseres Glaubens an das ewige Leben bei Christus und eine Bitte an ihn, unseren Verstorbenen Anteil an diesem Leben zu schenken.

Rechts neben dem Kreuz liegen die Gräber von Priestern und Gemeindemitgliedern.

  

Der große Gedenkstein

Die vier Kinder durften nach ihrer Rückkehr von der medizinischen Untersuchung in der Uni Göttingen die “Erscheinungsstelle” auf dem alten Friedhof nicht mehr betreten. Sie sahen die Muttergottes an anderen Stellen zwischen dem Dorf und dem Friedhof. Eine dieser Stellen wurde durch einen Findling aus dem Hümmling markiert.

  

Das Gemeindehaus “St. Josef”

Es liegt hinter dem Chor der Marienkirche am Parkplatz. Den Eingang ziert eine Bronzeskulptur des Künstlers Karl Franke. Schützend breitet der hl. Josef seinen Arm und Mantel über Maria mit dem Jesuskind aus. Jesus hält das Buch des Wortes Gottes in seinem Arm.

In diesem Haus begegnen sich die Gemeindemitglieder in verschiedenen Gruppen.

  

Die Kirche "Maria, Regina Universorum"

Sie wurde nach Plänen des Architekten B. Botterschulte aus Lingen errichtet und am 22. August 1977, dem Fest "Maria Königin", durch den damaligen Weihbischof Karl August Siegel, Osnabrück konsekriert. Die große Fensterfront ist mit biblischen Bildern aus dem Alten und Neuen Testament gestaltet, für den Katecheten und Prediger eine hervorragende Grundlage, den Gläubigen die Bibel näher zu bringen. Die Bilder wurden von Schwester Erentrud Trost aus dem Kloster der Benediktinerinnen zu Varensell bei Gütersloh entworfen.

In den Jahren 1999/2000 wurde an der Kirche eine Empore, vor allem für Chöre und Orchester, errichtet.

  

Die Beichtkapelle

Die Beichtkapelle wurde am 1. März 1986 vom damaligen Osnabrücker Bischof Helmut Hermann Wittler eingeweiht. Notwendig wurde diese Erweiterung der Kirche, weil vor allem während der Nachtanbetung viele Gläubige das Sakrament der Versöhnung empfangen wollen.

  

Das Schwesternhaus "Maria Regina”

Gegenüber der Marienkirche wohnen die Thuiner Franziskanerinnen vom hl. Martyrer Georg. Das Schwesternhaus ist ein Schwesternerholungsheim, in dem auch Besinnungstage und Exerzitien stattfinden.  Neben ihren Tätigkeiten im Haus arbeiten die Thuiner Franziskanerinnen in der Alten- und Krankenpflege, im Kindergarten, in der Sakristei und in der Seelsorge in Heede.